Buchempfehlung im September (1)

Andreas Winkelmann: Der Fahrer

Thriller

Ein Mann meldet der Hamburger Polizei ein verwaistes Auto, das mit offen stehender Fahrertür an einer Straße steht. Die eintreffenden Polizisten finden ein leeres Auto vor, von der Fahrerin fehlt jede Spur. Kommissar Jens Kerner kommt zufällig vorbei und bietet den Beamten seine Hilfe an. Als sie sehen, dass jemand mit fluoreszierender Farbe #findemich auf das Auto geschrieben hat, ist ihnen sofort klar, dass sie es mit einem Verbrechen zu tun haben. Kurz darauf lässt ihnen der Täter eine Nachricht zukommen: Kerner und seine Kollegen haben 24 Stunden Zeit, um die vermisste Autofahrerin zu finden … Jens Kerner fallen immer mehr Zusammenhänge auf, die mit seiner Person in Verbindung stehen. Will sich jemand an ihm rächen? Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, scheint der Täter erneut zugeschlagen zu haben. Der Polizei wird wieder ein verlassenes Auto am Straßenrand gemeldet …

Obwohl „Der Fahrer“ bereits der dritte Fall für Jens Kerner ist, kann man es unabhängig von den ersten beiden lesen. Zwischendurch werden die ersten Fälle („Das Haus der Mädchen“ und „Die Lieferung“) zwar erwähnt, doch sind sie für diesen Fall nicht von belang.

Dies ist das erste Buch von Andreas Winkelmann, welches ich gelesen habe und ich bin begeistert. Denn er hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, sodass ich sein neuestes Werk bereits innerhalb von vier Tagen durchgelesen hatte. Es wird auch nicht das letzte Buch sein, welches ich von ihm gelesen habe!

(Schnieder)

Willkommen zurück!

Die Bücherei ist ja bereits seit einigen Monaten wieder geöffnet. Doch bisher war es nicht gestattet in die Bücherei selbst reinzukommen.

Ab heute haben Sie wieder die Möglichkeit die Klinikbücherei zu betreten und sich die Bücher selbst anzuschauen. Es darf jedoch immer nur 1 Person rein und vorher müssen die Hände desinfiziert werden.

Ein bisschen Normalität in diesen seltsamen Zeiten …

Lesetipp für den Sommer (10)

Megan Goldin: The Escape Game

Thriller

Die Investmentbanker Vincent, Sam, Jules und Sylvie werden kurzfristig von der Personalabteilung ihrer Firma zu einem Meeting in ein abgelegenes Bürogebäude geschickt. Dort angekommen erfahren sie, dass sie an einem Escape Room zur Teamentwicklung teilnehmen müssen. Vincent, Sam, Jules und Sylvie glauben allerdings, dass ihr Arbeitgeber sie testen will und dadurch entscheidet, wer gekündigt wird. Daher versuchen alle ihr bestes zu geben. Als der Aufzug stecken bleibt erscheint eine Nachricht im Display: „Willkommen im Escape Room. Die Aufgabe ist ganz einfach. Kommt lebendig wieder raus.“ Die Rätsel, die sie daraufhin lösen sollen sind allerdings sehr persönlich. Zu allem Überfluss fällt auch noch das Licht aus und die Heizung ist unerträglich heiß. Ihnen bleiben nur ihre Handys, doch diese haben keinen Empfang – sie können weder ins Internet noch telefonieren.

Die Autorin berichtet abwechselnd von Sara Hall, die sich eine Stelle als Investmentbankerin erkämpft, und von dem Escape Room im Aufzug. Durch diese Erzählweise gelingt es Megan Goldin hervorragend einen ansteigenden Spannungsbogen aufzubauen. Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig zu lesen.
Megan Goldin kommt aus Australien und hat früher als Auslandskorrespondentin in Krisengebieten gearbeitet. Mit „The Escape Game“ hat sie ihren zweiten Thriller geschrieben. Bei uns in der Bücherei ist momentan allerdings nur dieses eine Buch im Bestand.

(Schnieder)

Lesetipp für den Sommer (9)

Inge Löhnig: Ich bin dein Tod

Krimi

In Passau wurde ein Ehepaar in ihrem eigenen Haus ermordet, es gibt kaum brauchbare Spuren, keine Zeugen und auch die Tatwaffe ist eher ungewöhnlich. Daher wird die Abteilung „Operative Fallanalyse“ hinzugezogen.
Auch in Augsburg benötigt die Polizei die Hilfe der Profiler. Hier wurde ein Mitglied des Stadtrates getötet und es sind ebenfalls keine Fingerabdrücke oder Haare am Tatort gefunden worden. Handelt es sich um ein politisch motiviertes Hassverbrechen? Oder war es doch die noch Ehefrau, mit der er wegen der Scheidung einen Rosenkrieg führte?
Auf den ersten Blick scheinen die Verbrechen nichts miteinander zu tun zu haben. Doch Kommissar Konstantin Dühnfort, der gerade erst zu den Profilern gewechselt ist und sich nur schwer ins Team einfinden kann, entdeckt bald, dass alle Opfer vor ihrem Tod eine Nachricht erhalten haben: „Ich bin dein Tod. Mich hast du verdient.“
Und es scheinen nicht die letzten Opfer gewesen zu sein …

Der 9. Fall für Kommissar Dühnfort, der sich erst mal an seinem neuen Arbeitsplatz zurechtfinden und sich ins Team integrieren muss.

Inge Löhnig schreibt unter dem Pseudonym Ellen Sandberg ebenfalls erfolgreich Romane.

(Schnieder)