Buchempfehlung im März (2)

Helen Fields: Die perfekte Gefährtin

Thriller

In der Nähe von Edinburgh werden in einer abgebrannten Waldhütte die Überreste einer Frauenleiche gefunden. Nur wenige Gewebespuren führen zu dem Schluss, dass es sich bei der Toten um die vor Tagen verschwundenen Anwältin Elaine Buxton handelt. Detective Luc Callanach, der gerade erst seinen Dienst bei der Police Scotland angetreten hat, leitet die Ermittlungen. Doch er ahnt nicht, dass die echte Elaine Buxton noch lebt und in einem Keller gefangen gehalten wird – von einem Mann, der nur einen Wunsch hat: die Frau zu finden, die er in seine perfekte Gefährtin verwandeln kann. Wird Callanach das Rätsel lösen, bevor der Täter die Geduld mit seinem Opfer verliert?

Das Buch hat mir richtig gut gefallen, für mich ein absoluter Pageturner! Ich war sogar ein wenig traurig als es zu Ende war, was nicht zuletzt an den gut gestalteten Protagonisten lag. Luc Callanach ist halb Franzose, halb Schotte und beherrscht somit beide Sprachen. Der schottische Akzent macht ihm jedoch etwas zu schaffen. Doch warum ist Detective Inspector Luc Callanach von Interpol zur Schottischen Polizei gewechselt? Was ist in der Vergangenheit passiert, dass er Frankreich verlassen hat und nach Schottland gezogen ist? Und dann gibt es da noch die Detective Inspector Ava Turner. Die selbstbewusste Ava arbeitet zwar an ihrem eigenen Fall, dennoch tauscht sie sich regelmäßig mit Luc aus. Dadurch sind Turner und Callanach auch in den Fall des jeweils anderen verwickelt, wodurch die Spannung noch einmal steigt.

(Schnieder)

Buchempfehlung im März (1)

Die Schwestern vom Ku’Damm von Brigitte Riebe

Familientrilogie

Jahre des Aufbaus (Band 1)

1945 – Stunde Null im zerstörten Berlin: Die drei Schwestern vom Modehaus Thalheim und ihre Mutter sind nach der Kapitulation auf sich gestellt. Der Bruder ist in Russland und der Vater in Haft. Zäh beißen sich die Frauen durch. Mit Hilfe der Tochter der früheren Directrice, einer überlebenden Jüdin, steigen die Frauen behutsam wieder in das Modegeschäft ein. Der freigekaufte Vater wehrt sich lange dagegen, dass seine ältester Tochter Rike entschieden die Geschäfte führt. Doch das Erbe   des Großvaters an Rike ermöglicht den Wiederaufbau des Modehauses . Die jüngere Schwester Silvie wird eine geschickte Schwarzmarkthändlerin, der es immer wieder gelingt an Material zu kommen. Später wird die lebenslustige Silvie Rundfunksprecherin.

Der Roman spielt auf zwei Ebenen: Die eine Ebene ist der Konflikt um die Herkunft von Rike, die durch das Erbe bekannt wurde. Die andere Ebene ist die historische Entwicklung in Berlin. Ansprechend dargestellt wird das Wegbrechen patriarchalischer Vorstellungen, die Vorbehalte gegen Ausländer, das auseinanderbrechen Berlins in Ost und West, die Blockade von Berlin, die Luftbrücke und das entstehen zweier deutschen Staaten. Der erste Band der Trilogie zeichnet ein rundes Bild von der ersten Epochen des Wiederaufbaus bis ca 1950.

Wunderbare Jahre (Band 2)

1951 kehrt der Bruder Oskar aus dem Krieg zurück. Er ist von den Kriegserlebnissen traumatisiert und ist nicht in der Lage das Modehaus Thalheim erfolgreich zu führen. Silvie ist hin- und hergerissen zwischen der Verteidigung ihres Bruder und den Wünschen des Vaters. Obwohl Silvie nun eine bekannte Rundfunkmoderatorin bei RIAS Berlin ist, hilft sie immer wieder im Modehaus aus. Im 2. Band wird das berufliche und private Leben von Silvie, die so ganz anders ist wie ihre angepasste Schwester Rike und ihr depressiver alkoholabhängiger Bruder Oskar, dargestellt. Aus der Sicht der Journalistin und Moderatorin Silvie wird der Werdegang der Familie Thalheim, die politisch-soziale Situation der 1950er Jahre und die sich zuspitzende Trennung zwischen DDR und BRD thematisiert.

In leichter und unterhaltsamer Sprache wird Zeitgeschichte nach 1945 dargestellt. Familie, Liebe und geschichtliche Ereignisse werden in der Trilogie ansprechend miteinander verknüpft.

Der 3. Band Tage der Hoffnung wird demnächst auch in der Klinikbücherei vorhanden sein

(Sigrid Audick)

Buchempfehlung im Februar (3)

Die Kackwurstfabrik

Was passiert im Magen und wie groß ist er eigentlich? Warum ist der Darm in Dickdarm, Dünndarm und Enddarm unterteilt?

Professor W.C. Pott arbeitet in der Kackwurstfabrik, doch die Kacke ist ganz schön am Dampfen, denn alles ist hoffnungslos verstopft. Seine Kinder Pim und Polly wollen wissen, was er denn eigentlich dort macht und möchten auch gerne mal mitgehen. Doch alles ist streng geheim. Schließlich schleichen sich die beiden heimlich in die Kackwurstfabrik und machen eine Reise durch den menschlichen Verdauungstrakt. Am Ende erfahren sie: Wir alle sind eine Kackwurstfabrik.

Auf unterhaltsame Weise mit witzigen Bildern wird für Kinder ab ca. 7 Jahren erklärt, wie unser Verdauungssystem funktioniert. Aber auch Erwachsene lernen hier noch einiges dazu. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass der Mund jeden Tag insgesamt gut einen Liter Speichel produziert.

„Darm mit Charme“ für Kinder.

(Schnieder)