24. Dezember

Julie Fogliano: Das Haus, das ein Zuhause war

Bilderbuch

Zwei Kinder finden, unterwegs auf den zugewachsenen Pfaden eines Waldes, ein verwunschen-verwittertes Haus. Die Tür steht einen Spalt breit offen und lädt vorsichtig dazu ein, einzutreten und sich umzusehen. Die beiden erkunden das verlassene Zuhause und entdecken vieles, was an seine früheren Bewohner erinnert.

So rätseln sie, wer dieser Jemand wohl gewesen sein könnte, der dort einmal gelebt hat. Der Jemand, der abends am Kamin saß und Bohnen aß, dessen Bücher und dessen Bett noch auf ihn warten. War es vielleicht ein Mann, der vom Meer träumte, oder ein Mädchen, das zu seinen Schallplatten tanzte? Vielleicht wartet das alte Haus im Wald ja immer noch auf diese Bewohner, die gingen ohne zu packen, wartet still auf ihre Rückkehr.

Liebevolle Illustrationen sorgen für eine magische Atmosphäre, welche die ungewöhnliche und poetische Geschichte perfekt untermalt. So werden die Kinder bei ihrem Abenteuer beispielsweise von einem blauen Vogel begleitet, der auf dem Weg ist, seine Kinder zu füttern, und auch andere Motive ziehen sich versteckt von Seite zu Seite. Ein wunderschönes Bilderbuch über lebendige Erinnerungen und das Nachhausekommen, das junge sowie ältere Leute zum Phantasieren einlädt.

(Koczot)