Buchempfehlung im Juni (2)

Christine Brand: Die Patientin

Krimi

Silas‘ Mutter liegt seit seiner Geburt vor vier Jahren im Koma. Gemeinsam mit seinem Patenonkel Nathaniel besucht der kleine Silas sie einmal im Monat. Doch diesmal ist irgendwas anders. Silas behauptet, die Frau im Krankenbett wäre nicht seine Mutter. Da Nathaniel blind ist erkundigt er sich beim Pflegepersonal und erhält eine schockierende Nachricht: Silas‘ Mutter ist gestorben. Doch niemand weiß, wo die Leiche ist – es gibt weder Grab noch Totenschein.
Gleichzeitig ist die Journalistin Milla Nova einem merkwürdigen Fall auf der Spur: Mehrere Komapatienten, die scheinbar nicht vermisst werden, sind in der Schweiz ebenfalls verschollen.

Nach „Blind“, ihrem erfolgreichen ersten Band der Reihe um Milla Nova und Nathaniel Brenner, legt die Schweizerin Christine Brand nun wieder einen hervorragenden Krimi nach.

Die Welt von Nathaniel Brenner erweist sich als lehrreich und spannend. Denn was wir sehende Menschen für selbstverständlich nehmen, ist für blinde Menschen teilweise eine echte Herausforderung ist. Die Journalistin Milla Nova ist chaotisch und eigensinnig und gibt alles für eine gute Story, auch wenn sie manchmal über das Ziel hinausschießt.

Es ist nicht erforderlich den ersten Band zu lesen, um diese Geschichte zu verstehen. Doch auch „Blind“ ist absolut empfehlenswert.

(Schnieder)