Buchempfehlung im Mai (1)

Dagmar Fohl: Alma

Zeitgeschichte
Gmeiner Verlag 2017, 219 S.

Alma erzählt die Geschichte von Aron Stern, dem Vater von Alma. Er ist Jude, Cellist und AlmaMusikalienhändler. 1939 müssen er und seine junge Frau Leah aus Deutschland flüchten. Ihre gerade geborene Tochter Alma müssen sie zurücklassen. Ihre Tochter wächst ohne ihre Eltern auf.
Nirgendwo wird Aron und Leah Stern Asyl gewährt. Sie müssen nach Deutschland zurückkehren und kommen kurz darauf nach Ausschwitz. Nach dem Krieg wissen sie nichts von ihrer Tochter. Leah nimmt sich das Leben. Aron Stern versucht nach Palästina auszuwandern, um eine neues Leben zu beginnen. Doch die Engländer hindern das Flüchtlingsschiff „Exodus“ am Erreichen ihres Ziels. Aron Stern versucht, zurückgekommen in Deutschland, weiter zu leben, macht sich auf die Suche nach seiner Tochter Alma und der Roman erzählt, wie er Alma wiederfindet. Es wird ein schwieriges Kennenlernen nach so langer Zeit.

Diese Geschichte, die wohl tausendfach durchlitten wurden, ist von der Autorin schnörkellos, aber feinfühlig, erzählt, ist ein großes, empfehlenswertes Buch.

(Audick)