Kategorie-Archiv: Buchempfehlung

Buchempfehlung im August (1)

Anne Frasier: Ich bin nicht tot

Thriller

Vor drei Jahren wurde Detective Jude Fontaine entführt. Drei Jahre hat sie im Dunkeln gelebt. Nun gelingt es Jude ihren Entführer zu erschießen und zu fliehen. Aber Jude Fontaine muss feststellen, dass drei Jahre eine lange Zeit sind – vieles hat sich verändert, auch sie selbst ist zu einer anderen Person geworden. Was sich jedoch trotzdem nicht geändert hat: Sie will wieder als Detective bei der Mordkommission arbeiten.

Nach einer viermonatigen Auszeit ist sie zurück im Dienst und ausgerechnet Detective Uriah Ashby, der ihrer geistigen Verfassung nicht traut, wird ihr neuer Partner. Jude Fontaine hat keine Zeit sich wieder einzuarbeiten, denn die beiden werden direkt mit einem neuen Fall betraut: Ein 17-jähriges Mädchen wird tot im See gefunden. Allem Anschein nach beging sie Selbstmord. Bei der Autopsie stellt sich jedoch heraus, dass das Mädchen ermordet wurde. Die Detectives Fontaine und Ashby müssen nun ihre Differenzen hintanstellen und sich vollkommen diesem Fall widmen. Denn dieser Fall verlangt ihnen so einiges ab …

Das Buch ist von Anfang an fesselnd: Es beginnt direkt mit der bereits seit Jahren im Keller gefangen gehaltenen Jude Fontaine und ihrer Flucht. Dadurch wird man sofort in die Geschichte hineinkatapultiert ohne lange „Vorreden“. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ein durch und durch spannender Thriller!

„Ich bin nicht tot“ ist der erste Band der Reihe um Jude Fontaine.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juli (3)

Christina Hiemer: The second princess – Vulkanherz

Fantasy

Die Bell-Frauen herrschen schon seit vielen Generationen auf der Vulkaninsel St. Lucien. Dort suchen sich die Prinzessinnen selbst ihren Mann aus, denn auf der Insel haben die Frauen das Sagen. Die älteste Prinzessin wählt als Erste einen Mann und nach der Hochzeit besteigt diese den Thron. So will es das Gesetzt. Dabei ist es völlig egal, ob die Person dafür geeignet ist oder nicht.
Die Hochzeit von Prinzessin Livia und ihrem Verlobten steht vor der Tür. Doch völlig unerwartet stirbt plötzlich Maylin, die mittlere der drei Prinzessinnen. Für Saphina bricht eine Welt zusammen, während ihre Mutter und Livia weiterhin an Livias Hochzeit und der damit einhergehenden Krönung am nächsten Tag festhalten.
Durch Maylins Tod ändert sich die Thronfolge und als jüngste und bisher unbedeutendste Prinzessin muss Saphina nun ein Erbe antreten von dessen Existenz sie nichts wusste. Denn die zweite Prinzessin hat eine ganz besondere und überaus gefährliche Herausforderung zu meistern. Zu allem Überfluss soll ihr ausgerechnet der Adelssohn Dante bei ihrem schweren Schicksal helfen …

Christina Hiemer hat mit diesem Buch eine sehr angenehm zu lesende Romantasy-Story geschaffen, welche ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe. „The second princess“ bietet einige überraschende und spannende Wendungen.

Anders als der Titel es vermuten lässt ist „The second princess – Vulkanherz” ein in sich abgeschlossener Einzelband.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juli (2)

Amy Suiter Clarke: Der Countdown-Killer

Thriller

Die True-Crime-Podcasterin Elle Castillo befasst sich mit einem aufsehenerregenden, ungelösten Fall:

In den Jahren 1996/1997 wurden mehrere junge Frauen entführt. Der Täter schien eine Vorliebe für bestimmte Zahlen zu haben: er entführte 3 Frauen, hielt sie 7 Tage gefangen und jedes Opfer war ein Jahr jünger als das vorherige Opfer. Daher erhielt er den Namen „Countdown-Killer“. Bis heute konnten keine Spuren gefunden, der Täter somit nicht gefasst werden und die Morde hörten plötzlich auf.

Elle Castillo möchte nun mit ihrem Podcast die ungelösten Morde neu aufrollen. Als wieder eine junge Frau verschwindet glaubt Elle sofort, dass der Countdown-Killer zurück ist. Doch ist dem wirklich so oder hat Elle sich einfach zu sehr in die alten Fälle hineingesteigert?

Amy Suiter Clarke, die selber gerne True-Crime-Podcasts hört, nutzt den aktuellen Hype um diese spezielle Art von Sendung für ihren Debütroman. Die Geschichte ist in einem angenehmen Schreibstil geschrieben und wird zwischendurch immer mal wieder mit Folgen von Elle Castillos „Justice Delayed-Podcast“ aufgelockert.

Vorne im Buch ist ein QR-Code, durch den man auf die Homepage vom Fischer Verlag gleitet wird. Dort bietet sich die Möglichkeit in Elles „Justice Delayed-Podcast“ reinzuhören.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juli (1)

Brittainy C. Cherry: Wie die Ruhe vor dem Sturm

Liebe

Eleanor Gable liebt Bücher über alles. Die 16-jährige ist ein eher introvertiertes Mädchen und bleibt am Wochenende lieber zu Hause um ein Buch zu lesen anstatt wie ihre Altersgenossen feiern zu gehen. Doch dann lässt sie sich dazu überreden auf eine Party mitzukommen – natürlich nicht, ohne ein Buch mitzunehmen. Eleanor ist total verwirrt als sich plötzlich Greyson East, der absolute Mädchenschwarm der Schule, zu ihr gesellt und ein Gespräch mit ihr beginnt. Nach der Party entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz besondere Freundschaft.

16 Jahre später tritt Eleanor Gable ihre neue Stelle als Nanny bei einer reichen Familie an. Und diese Stelle verlangt ihr einiges ab. Denn ihr neuer Chef ist ausgerechnet Greyson East. Seit vielen Jahren hatten die beiden keinen Kontakt mehr und Greyson scheint ein ganz anderer Mensch zu sein als früher. Er ist kaltherzig und scheint überhaupt nicht mehr lachen zu können. Eleanor bekommt von ihm den Auftrag nur ihre Arbeit zu machen und die Distanz wahren. Sie soll die Vergangenheit ruhen lassen. Und auch die beiden Kinder, die Eleanor betreut, scheinen es ihr nicht gerade einfach machen zu wollen. Doch Eleanor merkt, dass es sich zu kämpfen lohnt …

„Ich konnte den Tag kaum erwarten, an dem die Medien endlich erklärten, zu Hause zu bleiben sei jetzt der neueste Trend, und sich mit Leuten abzugeben, die man hasste, absolut out.“ Eleanor Gable (21.06.2003)

In den Jahren 2020/2021 ist das nun eingetreten, was Eleanor Gable sich 2003 gewünscht hat: Zu Hause zu bleiben ist durch Corona zwangsläufig der neueste Trend.

Mit wunderschönen Worten hat Brittainy C. Cherry eine ganz besondere Liebesgeschichte geschaffen. Und die Charaktere in diesem Buch sind ihr unglaublich gut gelungen – beide Protagonisten sind auf ihre Weise sehr herzgewinnend. Doch man sollte auch Taschentücher bereithalten.

Eleanor Gable ist ein total sympathischer Bücherwurm. Sie hat stets ein Buch dabei, denn Bücher sind eine bessere Gesellschaft als Menschen. Und als absoluter Harry Potter-Fan möchte sie nichts lieber als das neue Buch endlich lesen zu können. Aber warum verstehen die anderen Menschen um sie herum das einfach nicht?!

Greyson East hingegen scheint das komplette Gegenteil von Eleanor Gable zu sein. Er ist extrovertiert und bei allen total beliebt. Vermutlich verstehen sich die beiden daher so unglaublich gut.

In den Büchern „Wie die Stille vor dem Fall Teil 1 und 2“ wird die Liebesgeschichte von Shay und Landon erzählt, die auch in diesem Buch auftauchen.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juni (3)

Arno Strobel: Mörderfinder – Die Spur der Mädchen

Thriller

Max Bischoff hat seinen Job bei der Kriminalpolizei Düsseldorf aufgegeben und ist nun Privatdozent an der Polizeihochschule in Köln. An der Uni wird er von einem Mann angesprochen, der ihn um Hilfe bittet: Vor sechs Jahren sind drei Mädchen spurlos verschwunden. Eines der Mädchen war seine damals 10-jährige Tochter Leni. Die Polizei konnte keine Spuren finden. Doch nun behauptet der Mann, dass Lenis Rucksack und ihre Puppe, die sie damals bei ihrer mutmaßlichen Entführung dabeihatte, plötzlich in seinem Haus aufgetaucht sind. Max stellt schnell fest, dass die alten Fälle gewisse Parallelen zu den zwei seit kurzem vermissten Mädchen aufweisen. Max Bischoff entschließt sich der Sache auf den Grund zu gehen und ermittelt als Privatdetektiv.

Max Bischoff ist zurück! Nach dem Abschluss der Trilogie „Im Kopf des Mörders“ (Tiefe Narbe, Kalte Angst und Toter Schrei) schien es so, als ob es keine weiteren Bücher über den Fallanalytiker mehr geben würde. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Arno Strobel mit dem Buch „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“ den sympathischen Ermittler wieder an die Arbeit geschickt hat. Diesmal jedoch agiert er nicht als Polizist sondern als Privatermittler, was ihm einige polizeiliche und bürokratische Hürden erspart.

Es ist nicht zwingend erforderlich die Reihe „Im Kopf des Mörders“ gelesen zu haben, ich würde es aber dennoch empfehlen.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juni (2)

Judith Hermann:  Daheim

Frauen

Judith Hermann erzählt in ihrem neuen Roman „Daheim“ von einem Neuanfang: Eine alte Welt geht verloren und eine neue entsteht. Die Protagonistin hat ihr altes Leben hinter sich gelassen, sie ist an die Küste gezogen, in ein kleines Haus auf dem Land für sich allein. Ihre Tochter ist eine Reisende, ihrem Exmann schreibt sie kurze Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht. In diesem neuen Leben im Norden schließt sie eine vorsichtige Freundschaft, versucht sich noch einmal an der Liebe, überlegt, ob sie dort heimisch werden könnte. Dabei begleiten sie immer auch die Erinnerungen an ihre Vergangenheit, an ihre Familie und verpasste Gelegenheiten.

„Daheim“ erzählt von einer Frau, die vieles hinter sich gelassen hat. Sie erinnert sich an Möglichkeiten, die sie vor Jahrzehnten nicht wahrgenommen hat, vermisst ihre nun erwachsene Tochter, möchte allein sein. Und doch richtet sie sich gleichzeitig in ihrem neuen Leben ein, trifft auf neue Menschen, nimmt an deren Leben teil. Es erzählt von einer inneren Zerrissenheit, von Wurzellosigkeit, einem Aufbruch in ein neues Leben, und dem Ankommen.

Die Geschichte mag oberflächlich betrachtet sensationslos erscheinen, und doch stellen sich, in dem für Judith Hermann typisch feinfühligen und melancholischen Stil, tiefer gehende Fragen aus dem Leben, welche die Autorin ganz ohne zu belehren unbeantwortet lässt. Wo gehören wir hin, und zu wem?

(Koczot)

Buchempfehlung im Juni (1)

Christine Brand: Der Bruder

Krimi

Seit einigen Monaten geht der 6-jährige Fabio Della Fortuna allein zum Kindergarten. Als er mittags nicht nach Hause kommt ruft seine Mutter die Erzieherin an und erfährt, dass Fabio nie im Kindergarten angekommen ist. Sofort wird Sandro Bandini, Leiter der Abteilung Leib und Leben der Kantonspolizei Bern, mit dem Fall beauftragt. Leider bleibt dies nicht sein einziger Fall und auch seine Freundin Milla, die beim Schweizer Fernsehen arbeitet, versucht hilfreiche Spuren zu finden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse …

Derweil begibt sich die Rechtsmedizinerin Irena Jundt in ihre alte Heimat. Da ihr Vater gestorben ist muss sie sich nun um sein Haus kümmern. Dort wird Irena mit ihrer Vergangenheit konfrontiert: Vor 30 Jahren ist ihr damals 11-jähriger Bruder Beni spurlos verschwunden und die Familie ist nie darüber hinweggekommen. Alte Wunden werden aufgerissen und Irena beschließt diesen sehr persönlichen Fall jetzt selbst zu lösen.

„Der Bruder“ ist der dritte Band um Milla Nova und Sandro Bandini und ist wie seine Vorgänger unabhängig voneinander lesbar.
Aber auch der Blinde Nathaniel, den man bereits aus „Blind“ und „Die Patientin“ kennt, ist in diesem Buch wieder dabei.

Die aus der Schweiz stammende Autorin hat mit diesem Buch wieder einen absolut spannenden Krimi geschaffen, den man kaum aus der Hand legen kann!

(Schnieder)

Buchempfehlung im Mai (4)

Chris Karlden: Der Totenrächer

Thriller

Der inhaftierte Ex-Polizeipsychologe Georg Hauser behauptet, dass zwei Personen, deren Todesumstände als Selbstmorde abgeschlossen und zu den Akten gelegt wurden, in Wahrheit ermordet wurden. Die beiden Kommissare Adrian Speer und Robert Bogner werden gebeten diese Fälle noch einmal zu untersuchen. Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden auf interessante Parallelen der beiden angeblichen Selbstmörder: Deren Angehörige wurden Monate vorher erschossen. Georg Hauser erwähnt auch noch eine dritte Person – doch diese Person lebt noch. Schwebt sie auch in Lebensgefahr? Haben Speer und Bogner es womöglich mit einem Serienmörder zu tun, der seine Taten wie Suizide aussehen lässt? Und immer wieder stellt sich ihnen die Frage, wie genau Georg Hauser in die Fälle verwickelt ist.

Eine relativ kurze Story (252 Seiten) in angenehmer Schriftgröße und einem locker leichtem Schreibstil machen das Lesevergnügen perfekt. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch schon durch.

Dies ist der dritte Fall für Adrian Speer und Robert Bogner und kann unabhängig von seinen Vorgängern gelesen werden.

„Der Totensucher“ ist der erste Band der Reihe und auch wirklich sehr empfehlenswert. Dieser kann ebenfalls bei uns in der Bücherei ausgeliehen werden.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Mai (3)

El Hachmi, Najat: Eine fremde Tochter

Länder/Völker

Najat El Hachmi (*1979) ist eine katalanisch-marokkanische Autorin, die heute in Barcelona lebt.
2015 gewann sie für „Eine fremde Tochter“ den San Juan-Preis und den Ciuat der Barcelona-Preis als bester katalanischer Roman.

Das Buchcover des Romans – besser gesagt das Portrait des wunderschönen Mädchens – war der Grund, warum ich das Buch angefangen zu lesen.

Najat El Hachmi erzählt eine Emanzipationsgeschichte einer jungen Marokkanerin, die nach Spanien auswandert. Dort lebt sie im Zwiespalt zwischen ihrer traditionell muslimisch geprägten Heimat und der Verlockungen einer liberalen Gesellschaft. Während die Tochter Bücher und das Denken liebt, versucht die sittenstrenge analphabetische Mutter aus der Tochter eine gute Muslima zu machen. Besonders offenbar werden die Unterschiede bei Besuchen in der alten Heimat.

Das Frauenbild der Familie entsetzt einen beim Lesen ebenso wie die früh fallende Entscheidung der Ich-Erzählerin, einer Zweckehe zuzustimmen. Der Sohn des Onkels, ihr Cousin ,steht zu diesem Zweck bereit. Wenn sie ihn heiratet, darf er nach Europa. Nach der Heirat verbringt der junge Ehemann seine Tage auf dem Sofa und in der Nacht macht er sich über seine Ehefrau her. Dieser Ehemann verbündet sich mit ihrer Mutter gegen sie und sie überreden sie zunächst ein Kopftuch zu tragen.

Die Autorin, die selbst mit ihrer Mutter als Kind nach Spanien emigrierte, versteht es auf Schönste, der Zerrissenheit ihrer Protagonistin Ausdruck zu verleihen. Es ist auch die Wahrhaftigkeit manch einer Erfahrung, die diesen Roman so lesenswert macht. Er gewährt einen Blick ins Innere einer fremden Welt: Das betrifft die ritualisierte Hochzeitszeremonie genauso wie das stürmische Seelenleben der Ich-Erzählerin.

In dem Roman geht es um das Verhältnis von Tochter und Mutter, aber auch um Verhältnis der Tochter zur Sprache ihrer Mutter (Tamazight) sowie um Wertesystem, der Kultur und allem, was mit ihrer Herkunft zusammenhängt.
Ein anderes Thema des Romans ist der Rassismus in der heutigen Gesellschaft.
Die Autorin verbindet ihren Roman mit dem Appel, sich um diejenigen zu kümmern, die aufgegeben haben, sie zu bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen, ihnen Zuflucht zu gewähren.

Najat El-Hachmi klagt niemanden an, sondern beschreibt unterschiedliche Lebensstile und die Schwierigkeit, sie zu verbinden oder sie zu wechseln.

Ein erstaunliches Buch, bestimmt auch Dank der wortschöpfenden Übersetzung von Michael Ebmeyer.

(R. Pohlmann)

Buchempfehlung im Mai (2)

Nikola Hotel: It was always love

Liebe

Nachdem Aubree von der Uni geflogen ist, will sie einfach nur noch weg aus New York und alles vergessen. Weg von dem was passiert ist. Vergessen, dass das Foto existiert, was irgendjemand von ihr auf Instagram gepostet hat und sie seitdem verfolgt. Einfach alles hinter sich lassen. Kurzerhand beschließt sie zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire zu fahren. Aber dort trifft sie ausgerechnet auf Ivys Stiefbruder Noah. Kann sie ihm vertrauen? Kann sie überhaupt noch irgendjemanden trauen nachdem was passiert ist? Noah merkt sofort, dass es Aubree nicht gut geht und versucht ihr irgendwie zu helfen. Langsam beginnt sie in ihm einen Freund zu sehen und bekommt Herzklopfen sobald er in ihrer Nähe ist. Doch das kann sie gerade gar nicht gebrauchen. Oder ist es genau das was sie momentan braucht?

Noah ist einer der interessantesten Charaktere in dem Buch. Er redet ohne vorher nachzudenken und ist dadurch ein sehr ehrlicher Mensch. Auch wenn manch einem vielleicht nicht gefällt was er sagt, weiß man bei ihm genau woran man ist. Und genau so kennt man Noah bereits aus dem ersten Band der Blakely-Brüder „It was always you“. Hier jedoch zeigt er auch eine andere Seite von sich: seine sensible und einfühlsame Art.

Aubree ist das genaue Gegenteil von Noah. Sie denkt erst tausend Mal über irgendetwas nach bevor sie etwas sagt oder tut. Sie ist eigentlich eine starke Frau, doch nachdem was ihr passiert ist, fühlt sie sich einfach nur noch schwach und klein. Es ist unglaublich schön, wie sie langsam wieder Mut fasst und anderen Menschen vertraut – vor allem Noah. Die beiden ergänzen sich wunderbar und sind ein wirklich schönes Paar.

Den 2. Band der Blakely-Brüder kann man auch ohne Vorkenntnisse des ersten, „It was always you“, verstehen. Dennoch versteht man manche Zusammenhänge etwas besser, wenn man den ersten Band vorher gelesen hat.

(Schnieder)