Kategorie-Archiv: Buchempfehlung

24. Dezember

Julie Fogliano: Das Haus, das ein Zuhause war

Bilderbuch

Zwei Kinder finden, unterwegs auf den zugewachsenen Pfaden eines Waldes, ein verwunschen-verwittertes Haus. Die Tür steht einen Spalt breit offen und lädt vorsichtig dazu ein, einzutreten und sich umzusehen. Die beiden erkunden das verlassene Zuhause und entdecken vieles, was an seine früheren Bewohner erinnert.

So rätseln sie, wer dieser Jemand wohl gewesen sein könnte, der dort einmal gelebt hat. Der Jemand, der abends am Kamin saß und Bohnen aß, dessen Bücher und dessen Bett noch auf ihn warten. War es vielleicht ein Mann, der vom Meer träumte, oder ein Mädchen, das zu seinen Schallplatten tanzte? Vielleicht wartet das alte Haus im Wald ja immer noch auf diese Bewohner, die gingen ohne zu packen, wartet still auf ihre Rückkehr.

Liebevolle Illustrationen sorgen für eine magische Atmosphäre, welche die ungewöhnliche und poetische Geschichte perfekt untermalt. So werden die Kinder bei ihrem Abenteuer beispielsweise von einem blauen Vogel begleitet, der auf dem Weg ist, seine Kinder zu füttern, und auch andere Motive ziehen sich versteckt von Seite zu Seite. Ein wunderschönes Bilderbuch über lebendige Erinnerungen und das Nachhausekommen, das junge sowie ältere Leute zum Phantasieren einlädt.

(Koczot)

23. Dezember

Truly von Ava Reed

Liebe

Klappentext: Andie zieht nach dem Tod ihrer Mutter zum Studium nach Seattle. Doch der Start ist mehr als holperig. Kein Geld, kein Job, keine Wohnung. Kein leichter Start in einen neuen Lebensabschnitt. Doch dann kommt Andie der Zufall zu Hilfe. Sie bekommt einen Job in einer angesagten Location in Seattle. Zumindest das Problem ist gelöst. Aber es gibt einen Haken: Dort arbeitet auch Cooper. Der Cooper, der sie so sehr fasziniert. Der aber sehr zurückhaltend ist. Denn auch er hat tiefe Wunden …

Andie ist eine organisierte, liebevolle junge Frau, die ihren Platz im Leben finden will. Sie ist hin und hergerissen von dem, was sie eigentlich will und der Verpflichtung, die sie ihrer Familie gegenüber empfindet. Ihre Entwicklung in Hinblick auf sich selbst und ihr Leben konnte man über das Bucher hinweg mit erleben. Cooper hat einen direkt fasziniert. Man will ergründen, was hinter seiner schweigsamen Fassade steckt. Irgendein Ereignis muss ihn in seiner Vergangenheit so verletzt und gebrochen haben, weshalb er nun so ist, wie er ist. Er will die, die ihm am Herzen liegen, eigentlich nur beschützen.

Über das gesamte Buch hinweg fiebert man mit, wie es in der Beziehung zwischen ihnen weiter geht und wie Andie ihr Leben und ihre Zerrissenheit durch den Tod ihrer Mutter überwindet. Es ist schön zu lesen mit Höhen und Tiefen die beide erleben und man wird erst hingehalten, was hinter Coopers Verhalten steckt. Die Auflösung ist herzzerreißend aber danach kann man sein Verhalten besser nach vollziehen.

Ich bin schon gespannt wie die Reihe weitergeht und was sich zwischen Andies bester Freundin und dem besten Freund von Cooper noch entwickelt im zweiten Band. Außerdem bin ich schon gespannt darauf worum es im dritten Band geht.

(Brüggemann)

22. Dezember

Das Hotel zum Oberstübchen

Von Maja Baseler & Annemarie van den Brink
Illustriert von Tjarko van der Pol

Klett Kinderbuch

Die Familie Stein kommt im „Hotel zum Oberstübchen“ zusammen, um die goldene Hochzeit der Großeltern zu feiern. Alle sind aufgeregt und gespannt. Für die Kinder der Familie Stein ist eine Schnitzeljagt durch das besondere Hotel zum Oberstübchen vorbereitet. Die verwinkelten Zimmer bieten viel zum Entdecken an. Dabei kommen die Kinder der Familie einem lang gehütetem Familiengeheimnis auf die Spur.

Es geht im Hotel zum Oberstübchen nicht nur um die Familiengeschichte der Steins, sondern vor allem um unser Gehirn (Oberstübchen). Mit hervorragenden Illustrationen von Tjark van der Pol werden am Beispiel von verschieden Zimmern die Funktionen und Aufgaben des Gehirns dargestellt. Wie ein Wimmelbuch kann jeder ob groß oder klein vieles entdecken. Das Bilderbuch ist eine abenteuerliche Entdeckungsreise durch unser Gehirn, unserer Schaltzentrale.

Die Autorinnen Maja Baseler und Annemarie van den Brink schaffen es, in verständlicher Sprache das außergewöhnliche Organ Gehirn zu erklären. Eingebettet in die unterhaltsame Familiengeschichte schaffen es die Autorinnen, Aufgaben, Architektur und Funktion unseres Denkapparates anschaulich und verständlich zu erklären.

Umrahmt von jeder Menge geistreicher Fakten, Tipps und Hintergrundinformationen sowie Quiz- und Testfragebögen wird das Bilderbuch zu einem „Lese- und Guckerlebnis“.

Auch nach mehrmaligen durchgucken und lesen, habe ich immer wieder etwas neues entdeckt.

(Audick)

21. Dezember

Vic James: Zehn Jahre musst du opfern

Dark Palace 1
Science Fiction

Jeder Bürger Großbritanniens muss zehn Jahre als Sklave arbeiten. Ausgenommen sind die Ebenbürtigen, Menschen mit magischen Fähigkeiten, die dem Adel angehören und das Land regieren. Lukes Eltern haben entschieden, dass die Familie diese zehn Jahre nun zusammen abdient. Sie werden als Haussklaven bei der mächtigen Familie Jardine arbeiten. Doch der Plan geht nicht ganz auf: Die Familie Jardine hat keine Verwendung für Luke und somit wird er in die Sklavenstadt Millmoor geschickt. Die Arbeit in Millmoor ist sehr hart und gespickt von Misshandlungen und Erniedrigungen und zwingt den fast 17-jährigen Luke dazu sehr schnell erwachsen zu werden. Lukes Schwestern, die 10-jährige Daisy und die 18-jährige Abi, und seine Eltern arbeiten auf dem Anwesen der Familie Jardine. Dort erleben sie die Intrigen und Machtspiele der Ebenbürtigen, von denen jeder sein eigenes Ziel zu verfolgen scheint.

Das Jugendbuch wird aus der Perspektive von unterschiedlichen Personen erzählt: Luke, Abi, Bouda (eine Ebenbürtige) und die Kinder der Familie Jardine. Dadurch erhält der Leser einen guten Einblick in die Gefühlswelt und die Intention der verschiedenen Charaktere, was wiederum die Spannung im Buch noch mal um ein weiteres gesteigert.

Vic James hat ihre fantastische und spannende Geschichte zunächst auf Wattpad veröffentlicht. Dort wurde es zu so einem großen Erfolg, dass es nun schließlich als Buch erschienen ist.

„Zehn Jahre musst du opfern“ ist der erste Band der „Dark Palace – Trilogie“.

Band 2

Band 3

 

 

 

 

 

(Schnieder)

20. Dezember

Ferdinand von Schirach: Gott

Richard Gärtner, ein körperlich wie auch geistig vollkommen gesunder Mann von 78 Jahren, will nach dem Tod seiner Frau nicht mehr alleine weiterleben. „Sie ist weg und ich bin noch da. Das ist nicht richtig.“, erklärt er. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Dieser Fall wirft Fragen auf: Wem gehört unser Leben, und wem unser Tod? Darf ein Mensch selbst entscheiden, wie er sterben will? Zu diesen Fragen tagt in dem neuen Theaterstück von Ferdinand von Schirach der Deutsche Ethikrat. Die Figuren, welche Mediziner, Juristen, Theologen und Ethiker sind, diskutieren diese Problematik.

Wie bereits in seinem Theaterstück „Terror“, lässt der Autor Figuren mit vollkommen unterschiedlichen Ansichten zusammenkommen, um über ein aktuelles und umstrittenes Thema zu diskutieren. Dabei spielen auch die Leser beziehungsweise Zuschauer selbst eine Rolle, da diese schlussendlich dazu aufgefordert werden, selbst eine Entscheidung zu treffen und Antworten zu aufkommenden Fragen zu finden.

Im Anhang finden sich zudem drei Essays von Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinisch-ethischer, juristischer, gesellschaftlicher sowie philosophischer Perspektive beleuchten und weitere wissenswerte, aktuelle Informationen rund um die Thematik bieten.

Ein großartiges Drama über das Thema Sterbehilfe und die Fragen, welche dieses aufwirft. Das Buch ist zwar kurz, aber es wird den Leser sicherlich noch lange begleiten. Es regt dazu an, selbst über das Thema nachzudenken, einen eigenen Standort zu finden oder die persönliche Ansicht zu überdenken.

(Koczot)

18. Dezember

Redwood Love und Dream Reihe von Kelly Moran

Liebe

Klappentext Band 1: Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganze Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt…

Die Geschichte ist sehr mitreißend geschrieben. Man hofft und bangt mit den Protagonisten mit und möchte immer wissen wie es weiter geht. Redwood ist eine Stadt in die man sich verlieben muss, eine kleine unscheinbare Welt für sich, wo kein Geheimnis sicher ist.
Wenn man dieses Buch einmal angefangen hat, wird es schwer es wieder aus der Hand zu legen. Es ist eine Geschichte die so auch im wahren Leben geschehen könnte, wodurch man auch nachdem Buch über die Handlung nachdenkt.
In dem zweiten und dritten Band der Reihe geht es um die anderen beiden O´Grady Brüder. Zwei ebenfalls sehr mitreißende und gefühlvolle Geschichten. Die Handlungen bauen aufeinander auf, sodass man das Leben der anderen Charaktere aus den vorherigen Büchern weiter verfolgen kann.

Ebenfalls zwei Geschichten aus Redwood sind die Bücher der Redwood Dreams Reihe.

Klappentext Band 1: Ella Sinclair fühlt sich manchmal unsichtbar. Und ja, sie würde das gern ändern. Nur nicht gerade jetzt. Jetzt wäre sie am liebsten tatsächlich unsichtbar. Denn irgendwie ist sie ins Fadenkreuz der O´Grady-Damen geraten. Das sogenannte Drachentrio herrscht mit seiner Faust und Haferkeksen über den kleinen Ort Redwood – und verkuppeln jeden, der nicht bei drei auf dem Bäumen ist. Als wäre das nicht schlimm genug, hat das Trio auch noch Jason Burkwell für sie auserkoren. Ella bringt in der Nähe des sexy Feuerwehrmanna kaum zweit zusammenhängende Worte heraus. Das kann nur schiefgehen. So was von schief…

Im zweiten Buch stehen Parker Maloney und Maddie Freemont im Mittelpunkt. Das Drachentrio hat es dieses Mal auf zwei Paare abgesehen, die auf dem ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können. Doch wenn man erstmal rein liest, will man auch diese Bücher nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichten sind wieder sehr mitreißend geschrieben. Man fühlt mit den neuen Charakteren und deren Vergangenheit. Außerdem erfährt man weiterhin wie es den Charakteren aus der Redwood Love Reihe ergeht, seitdem diese verkuppelt wurden. Es sind wieder Geschichten, die das Leben nicht tragischer schreiben könnte.

Kelly Moran ist eine tolle Autorin mit einem wunderbar fließendem Schreibstil dessen Bücher nie langweilig werden.

(Brüggemann)

17. Dezember

Andreas Steinhöfel: Oskar, Rico und das Mistverständnis

Freundschaft

Im fünfte Band und letzten Band „Oskar, Rico und das Mistverständnis“ geht es erneut um das Leben von Rico und Oskar, den so unterschiedlichen Freunden. Der eine tiefenbegabt (Rico) und der andere hochbegabt und eigentlich absoluter Einzelgänger (Oskar). Aber gemeinsam sind sie ein perfektes Duo, wie sie in den Vorgängerbänden bewiesen haben.
Jetzt aber hat Rico sich in Sarah verliebt, ein Mädchen aus seiner Gang. Dabei vergisst er leider Oskar, seinen Freund. Zwischen den beiden Jungen beginnt es zu knirschen. Aber statt drüber zu reden, schweigen sie sich die beiden an und zicken herum. Sie reden nicht mehr miteinander und gehen sich aus dem Weg.
Dabei gibt es so viel Wichtiges zu tun – die Rettung ihres Spielplatzes im Kiez. Denn nur die Zusammenarbeit der beiden führt zum Erfolg.
Bis sich die beiden zusammenraufen, muss vor allem die Gang von Rico und Oskar viel Unterstützung leisten. Oskar wittert wie so oft einen Kriminalfall. Rico muss all die Gedanken in seinem Kopf (Sarah, der Spielplatz, Frau Dahling) sortieren, damit sie nicht wie „Bingokugeln“ durch seinen Kopf sausen.

In „Rico, Oskar und das Mistverständnis“ geht es um Liebe, um Streit, um die Rettung eines Spielplatztes und vor allem um Freundschaft. Die Geschichte ist von Andreas Steinhöfel mit viel „Herzenswärme“ erzählt und kann Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeistern.

Die Geschichten von Rico und Oskar gibt es auch als Hörbücher, die vom Autor Andreas Steinhöfel selber gelesen werden. Drei seiner Bücher sind schon fürs Kino verfilmt. Alles ist in der Klinikbücherei vorhanden.

(Audick)

16. Dezember

Sebastian Fitzek: Der Heimweg

Psychothriller

Jules Tannberg arbeitet beim Begleittelefon, einem Service, bei dem Menschen anrufen können, die auf ihrem Heimweg Angst haben. Gegen 22 Uhr erhält er einen Anruf: Klara ist verängstigt und glaubt, dass sie von einem Psychopathen verfolgt wird. Vor wenigen Wochen hat dieser Mann, der von den Medien „Kalender-Killer“ genannt wird, mit Klaras Blut ein Datum an die Wand geschrieben: ihr Todesdatum, der 30.11. Und heute ist der 29.11.! Klara hat also nicht mehr lange Zeit, um dem Mörder zu entkommen … Und auch Jules schwebt in Lebensgefahr, denn der „Kalender-Killer“ hat sie gewarnt: Sprichst du mit jemandem über mich, ist dies auch sein Todesurteil.

Wieder mal ein typischer Fitzek: man ist zwar auf alles gefasst, aber am Ende wird man dann doch wieder überrascht. „Der Heimweg“ hat mir persönlich etwas besser gefallen als sein Vorgänger „Das Geschenk“. Doch beide Bücher haben eins mit allen Fitzek-Geschichten gemeinsam: einmal angefangen, kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen!

Sebastian Fitzek ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren. Seine Bücher werden in 24 Sprachen übersetzt und zum Teil auch verfilmt.

(Schnieder)

15. Dezember

Marisha Pessl: Niemalswelt

Mystery

Nach dem ungeklärten Tod ihres Freundes Jim hat Bee den Kontakt zu ihren Freunden abgebrochen und lebt ein ruhiges Leben in der kleinen Küstenstadt ihrer Kindheit.
Als sich die fünf Freunde ein Jahr später für ein Wochenende wiedertreffen, ist die Stimmung angespannt, niemand möchte über die Ereignisse der letzten Jahres sprechen. Die Unternehmung endet jedoch abrupt, denn in dieser Nacht entgehen sie nur knapp einem Autounfall. Kurz darauf klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen eine zunächst unfassbare Tatsache: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Bee und ihre Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Leben und Tod gefangen – bis sie sich einstimmig entschieden haben, wer von ihnen den Unfall überlebt und die „Niemalswelt“ verlässt.
Der Schlüssel zu dieser Entscheidung scheint Jims Tod zu sein und die fünf Jugendlichen beginnen nachzuforschen, was in jener Nacht vor einem Jahr wirklich geschehen ist. Und langsam wird klar, dass jeder von ihnen seine Geheimnisse hat.

Ein mitreißender Mystery-Thriller voller düsterer Spannung und Geheimnissen rund um die Vergangenheit und die Beziehungen der Charaktere. Mit vielen überraschenden Wendungen ist dieser originelle Roman von der ersten Seite an fesselnd.

(Koczot)

14. Dezember

Bas Kast: Das Buch eines Sommers – werde, wer du bist

Der Autor, Jahrgang 1974 ,ging in Niederlanden, Deutschland und Kalifornien zur Schule, studierte Psychologie und Biologie. Ursprünglich wollte er Hirnforscher werden, wandte sich dann aber dem Schreiben zu. Er lebt mit seiner Familie bei Würzburg. Sein „Ernährungskompass“ (auch im Bestand der Klinikbücherei) wurde ein Weltbestseller. Das „Buch eines Sommers“, sein erster Roman, weckte meine Neugier .

Nicolas, die Hauptperson, hat den Beruf verfehlt, ist chronisch unzufrieden, gestresst, seine Ehe leidet, ebenso die Beziehung zu seinem Sohn. Und dann kommt ein Anruf. Sein Onkel Valentin ist gestorben. Der Kontakt zu Valentin ist zwar seit Jahren eingeschlafen, trotzdem gehörte er zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben, denn er, selbst Schriftsteller, an seinen Jugendtraum geglaubt hat. Nicolas ist der Erbe. Mit seiner Familie fährt er zu Onkels Anwesen. Die Villa ist ein leicht verwildertes Haus in einer ländlichen Gegend. Diese Reise, ohne Terminkalender, Meetings und Handyempfang wird zur einer Reise zu sich selbst. Diese erzwungene Auszeit ist für die Hauptfigur eine Chance innezuhalten und sich zu fragen: „Bin ich auf dem richtigen Weg?“

Das „Buch eines Sommers“ ist ein kleiner Entwicklungsroman, der große philosophische Fragen stellt und Anregungen statt Antworten gibt. Die Entwicklung war irgendwie vorhersehbar – bereits der Untertitel gibt dem Leser einen Hinweis. Es wäre leicht sich über den schlichten Stil des Buches und die bekannten Wahrheiten und viele Klischees lustig zu machen. Der erfahrene Leser ist diesen Themen in der Literatur bereits x-Mal begegnet Man kann es aber auch anders sehen: Als Werk eines Autors, der selbst der Gesundheit wegen sein Leben radikal geändert hat und gerade seine Erfahrung in einem kleinen Roman mitgeteilt hat. Als Einladung zum Nachdenken über die eigene Lebenssituation.

Ich bin überzeugt, dass dieser kleiner Roman seine begeisterten Leser finden wird.

(Pohlmann)