Kategorie-Archiv: Buchempfehlung

Lesetipp für den Sommer (9)

Inge Löhnig: Ich bin dein Tod

Krimi

In Passau wurde ein Ehepaar in ihrem eigenen Haus ermordet, es gibt kaum brauchbare Spuren, keine Zeugen und auch die Tatwaffe ist eher ungewöhnlich. Daher wird die Abteilung „Operative Fallanalyse“ hinzugezogen.
Auch in Augsburg benötigt die Polizei die Hilfe der Profiler. Hier wurde ein Mitglied des Stadtrates getötet und es sind ebenfalls keine Fingerabdrücke oder Haare am Tatort gefunden worden. Handelt es sich um ein politisch motiviertes Hassverbrechen? Oder war es doch die noch Ehefrau, mit der er wegen der Scheidung einen Rosenkrieg führte?
Auf den ersten Blick scheinen die Verbrechen nichts miteinander zu tun zu haben. Doch Kommissar Konstantin Dühnfort, der gerade erst zu den Profilern gewechselt ist und sich nur schwer ins Team einfinden kann, entdeckt bald, dass alle Opfer vor ihrem Tod eine Nachricht erhalten haben: „Ich bin dein Tod. Mich hast du verdient.“
Und es scheinen nicht die letzten Opfer gewesen zu sein …

Der 9. Fall für Kommissar Dühnfort, der sich erst mal an seinem neuen Arbeitsplatz zurechtfinden und sich ins Team integrieren muss.

Inge Löhnig schreibt unter dem Pseudonym Ellen Sandberg ebenfalls erfolgreich Romane.

(Schnieder)

Lesetipp für den Sommer (8)

Geheime Quellen von Donna Leon

Geheime Quellen ist der 29. Fall von Commissario Brunetti. Es sind wieder alle dabei – Signorina Elletra, sein uniformierter Kollege, Vice Questore Patta und natürlich seine Familie.

Schweißgebadet – so begibt sich Brunetti in ein Hospiz zu einer sterbenden jungen Frau. Die hatte nach der Polizei verlangt. Mit ihren letzten Atemzügen haucht sie dem Commissario ins Ohr, das mit dem tödlichen Motorradunfall ihres Mannes Vittorio Fadalto vor einigen Wochen irgendetwas nicht stimmt. Und da im Moment nicht viel los ist, beginnt Brunnette den Unfall genauer zu untersuchen. Er widmet sich dieser Sache und rollt damit einen eigentlich abgeschlossenen Fall wieder auf. Er hat einen Verdacht und die Suche nach dem Täter beginnt. Brunetti braucht all seine Intuition – doch er enthüllt ein Verbrechen größeren Ausmaßes, das die Gewässer Venedigs gefährdet.

Dieser 29. Brunetti Krimi liest sich wie die frühen Krimis von Donna Leon. Gut und traditionell aufgebaut, klar strukturiert, macht dieser Brunetti Lust auf Lesen. Für alle Donna Leon Fans.

(Audick)

 

 

Lesetipp für den Sommer (7)

Endlich ist mit „Sonnengelber Frühling“ die langerwartete, finale Fortsetzung der Reihe „Emely und Elyas“ erschienen.

Carina Bartsch hat in ihrer Trilogie zwei wundervolle Protagonisten erschaffen:
Die tollpatschige und sarkastische Emely, die einem sofort ans Herz wächst. Und Elyas, der Frauenheld mit den türkisfarbenen Augen, von dem man nach und nach immer mehr erfährt wie er wirklich ist.

Die drei Bücher müssen unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen.

Carina Bartsch: Kirschroter Sommer

Band 1
Liebe

Emely ist überglücklich, dass ihre beste Freundin Alex nach Berlin zieht. Weniger glücklich ist sie darüber, dass Alex ausgerechnet bei ihrem Bruder Elyas wohnen wird. Denn Elyas war Emelys erste Liebe und nun trifft sie ihn nach sieben Jahren wieder. Der alte Schmerz von damals sitzt immer noch tief und sie bringt nur noch Hass für ihn auf.
Da kommt ihr Luca gerade recht. Er schreibt ihr wunderschöne und romantische E-Mails. Doch kann sie sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?

 

Carina Bartsch: Türkisgrüner Winter

Band 2
Liebe

Emely kann es nicht fassen: Erst flirtet Elyas ununterbrochen mit ihr und dann – nichts! Elyas verhält sich abweisend und scheint ihr aus dem Weg zu gehen. Und auch Luca, ihr anonymer E-Mail-Schreiber lässt immer weniger von sich hören – bis er sich gar nicht mehr meldet. Was hat Emely nur falsch gemacht?

 

Carina Bartsch: Sonnengelber Frühling

Band 3
Liebe

Emely und Elyas haben es endlich geschafft sich auszusprechen und zu ihren Gefühlen zu stehen. Doch Emely kann ihren Schmerz von damals immer noch nicht ganz vergessen. Daher fällt es ihr schwer sich voll und ganz auf Elyas einzulassen. Was, wenn er ihr wieder solchen Liebeskummer zufügt? Kann sie sich auf ihre Gefühle verlassen und Elyas vertrauen?

 

(Schnieder)

Lesetipp für den Sommer (6)

Kühn Krimis von Jan Weiler

Jan Weilers Kühn-Krimis sind Kult, obwohl sie streng genommen gar keine richtigen Krimis sind: Die Kriminalstory ist zwar spannend, aber eher eine Plattform, auf der der Autor das nur allzu Menschliche seiner Figuren entwickelt. Und das mit ebenso viel Humor, Sprachwitz, Ironie und leiser Gesellschaftskritik. Immer wieder habe ich mich in den Figuren von Jan Weiler entdeckt oder ich hatte beim Lesen das Gefühl, so jemanden kennst du auch. Da wird Lesen schon von der ersten bis zur letzten Seite zum Lesevergnügen. Für jeden Weiler-Fan (Das Pubertier)ein absolutes Muss. Auch für alle, die nicht nur spannend unterhalten werden wollen, sondern beim Lesen gerne schmunzeln.

Bisher gibt es drei Bände der Kühn Krimis : Kühn hat zu tun, Kühn hat Ärger und Kühn hat Hunger.


Kühn hat Ärger ( Bd. 2)

Der Polizist Martin Kühn ist zurück. Nach einer Auszeit wegen Burn-outs versucht er wieder Tritt zu fassen im Alltag und auf der Arbeit. Aber in letzter Zeit hat Kühn selten guten Tage. Seine Frau benimmt sich seltsam, die finanzielle Situation ist angespannt und auch er ist dabei einen Seitensprung zu begehen

Auch an diesem Tag soll er zusammen mit seinem Kollegen Steierer den Tod von Amir, Sohn libanesischer Einwanderer, aufklären. Amir wird in Grünwald erschlagen auf der Bank an einer Straßenbahnhaltestelle aufgefunden. Die Ermittlungen führen Kühn in den vornehmen Haushalt der Familie van Hauten mit lauter netten, freundlichen Menschen. Elfi van Hauten ist engagiert als Botschafterin für den Münchner Sternenhimmel, ein Verein wohlhabender Münchner Bürger. Elfi van Hauten setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Ihr Mann Claus ist Patentanwalt und Sohn Florin ist Student Amir ist der Freund von Julia, der Tochter der van Hautens. Kühn ist verwundert, wie Amir in diese Kreise kommt. Alles sieht nach einer vollkommenen Idylle aus.

Der Erzählton In Kühn hat Ärger ist lakonisch, langsam und etwas melancholisch. Die Beobachtungen und Beschreibungen Jan Weilers der Gesellschaft sind zutreffend und wahrhaftig. Von Jan Weilers Kühn Krimis möchte man gerne mehr lesen.

Wirklich entspannende Sommerlektüre.

(Audick)

Lesetipp für den Sommer (5)

Neal & Jarrod Shusterman: Dry
Thriller

Stell dir vor, du drehst den Wasserhahn auf und es kommt kein Wasser …
Genau das passiert Alyssa an einem heißen Tag im Juni. Es kommt kein Wasser aus den Leitungen. Doch nicht nur ihre Familie ist betroffen, halb Kalifornien bekommt kein Wasser mehr. Im Supermarkt müssen Alyssa, ihr kleiner Bruder Garrett und Onkel Basil schnell feststellen, dass es weder Wasser noch anderen Getränke zu kaufen gibt, alles ist bereits ausverkauft. Jeder versucht irgendwie an Wasser zu kommen oder zu fliehen, bis es zum Kampf um Leben und Tod kommt …

Allein die Vorstellung, dass man kein Wasser mehr bekommt ist erschreckend. Denn für uns alle ist es selbstverständlich. Doch nicht nur der Durst kann einen in den Wahnsinn treiben, auch die anderen Auswirkungen sind verheerend: denn ohne Wasser funktioniert keine Toilette, keine Dusche, keine Waschmaschine und auch das Kochen erweist sich als schwierig – was braucht man, um Nudeln zu kochen?: Wasser.
Da kann man doch besser Wasser als Toilettenpapier hamstern.

Neal Shusterman, Autor der Fantasy-Trilogie „Scythe“, hat diese packende Geschichte gemeinsam mit seinem Sohn Jarrod geschrieben.

(Schnieder)

Lesetipp für den Sommer (4)

Ausflugstipps in der Umgebung

Urlaub zu Hause ist für viele von uns in diesem Jahr die neue Normalität.
Wie gestaltet sich der Urlaub und wo gibt es Neues zu entdecken?
Die Klinikbücherei hat eine Auswahl von Reiseführern für die nähere Umgebung im Angebot.
Dort sind Touren mit dem Fahrrad, Wanderungen und Ausflugziele beschrieben. Sie laden ein unbekannte Orte in der Heimat zu entdecken.
Es lohnt sich diese häufig unbekannten Orte zu besuchen und zu entdecken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und sind zu unseren gewohnten Öffnungszeiten erreichbar.

(Audick)

Lesetipp für den Sommer (3)

Viviana Mazza: Jeden Freitag die Welt bewegen

Gretas Geschichte

Die Autorin Viviana Mazza arbeitet als Journalistin für die italienische Tageszeitung Corriere della Sera und hat in Italien als eine der Ersten von der Geschichte der späteren Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai berichtet.

In der Klinikbücherei erhältlich sind:

  • Yousafazai, Malala; Lamb Christina: Ich bin Malala (2013)
  • Yousafzai, Ziauddin; Carpenter, Louise: Lasst sie fliegen: wie Malalas Vater seiner Tochter ein selbstbestimmtes Leben ermöglichte (2019)
  • DVD: Malala – Ihr Recht auf Bildung (2018)

Woche für Woche gehen Schüler demonstrieren, anstatt zur Schule zu gehen. Sie zeigen ihren Unmut, ihre Angst und ihre Sorge um die eigene Zukunft und hoffen, dass man ihnen zuhört, dass Politiker und Konzerne umdenken und mehr für den Umweltschutz und Klimaschutz tun. Diese Streiks gibt es weltweit.

Doch wie kam es dazu?
An einem Freitag im August 2018 setzte sich das damals 15-jährige Mädchen mit einem selbstgemalten Plakat „ Skolstrejk för klimatet“ vor dem schwedischen Parlament. Damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der weltweit Menschen allen Alters wachrüttelt und sich der Problematik der Klimakatastrophe bewusst werden lässt.

Doch wer ist Greta wirklich? Wer sind ihre Eltern und ihre Schwester?
Wie war ihr Leben bis zu dem Freitag im August 2018?
Was hat sie dazu bewogen, dieses Plakat zu zeichnen?
Wohin haben sie diese Schulstreiks geführt?
Wie hat sich ihr Leben verändert?
Wie haben ihre Reden und ihre Aktivitäten andere beeinflusst?
Davon wird in diesem Kinderbuch sehr verständlich und schön erzählt.

Am Ende des Buches ist man wirklich informiert und kann Greta sehr gut verstehen.
Der Schreibstil ist kindergerecht, ansprechend und auch das comicartige Buchcover und die Illustrationen passen zum Inhalt perfekt.

Falls man sich zum Thema Umweltpolitik weiterbilden und informieren möchte, findet man am Ende des Buches nützliche Adressen, Links, Kontakte zu Foren und Portalen

Ein informatives Buch für die ganze Familie.

(R. Pohlmann)

Lesetipp für den Sommer (2)

Tödliches Rollenspiel von Hannah Streffing erschienen im Dialogverlag

Sie sind Fan der Münsterlandkrimis,

– weil die Tatorte und die Gegend bekannt sind

– weil sie schon mal an den Tatorten waren und sie sich alles genau vorstellen können

– weil die Hauptfiguren so typisch für unsere Gegend sind oder einfach nur sympatisch

Dann ist Hannah Streffing mit ihrer Hauptfigur Hannah Schmielink, einer Schulpsychologin aus Münster, sicherlich ein Lesetipp.

Tödliches Rollenspiel ist schon der 6. Münsterland-Krimi mit Hanna Schmielink

Für jeden Lehrer ist es der wahr gewordene Albtraum: Ohne die 18-jährige Maybritt kehrt eine Schulklasse von einer Klassenfahrt in Holland zurück. Das Mädchen ist spurlos von einem Großsegler verschwunden. Was ist passiert? Unfall, Suizid oder vielleicht doch Mord?
Hannah Schmielink, Schulpsychologin aus Münster, muss feststellen, dass es am Berufskolleg Dorenkamp in Rheine niemanden sonderlich kümmert, was hinter dem Verschwinden der Schülerin steckt. Die Mitschüler schweigen hartnäckig, und das Kollegium interessiert zur Zeit nur eins: Wer wird neuer Schulleiter?

Nur Franziska, die Freundin von Maybritt, will die Wahrheit wissen. Sie löst mit der Geiselnahme der Klasse eine verhängnisvoller Kette von Ereignissen aus. Als dann auch noch nach einer Feier in der Schule ein Toter gefunden wird, reißen die ersten Mauern ein. Immer größere Ungeheuerlichkeiten kommen ans Tageslicht. Der Täter muss aus dem Umfeld der Schule kommen. Hannah kennt alle Tatverdächtigen und lässt sich dennoch täuschen. Sie gerät in Gefahr.

Mit ihren Krimis gelingt es Hannah Streffing unterhaltsame Spannung aufzubauen, ohne allzu blutige und grausame Details. Ihrer Krimis leben von einem liebenswerten Lokalkolorit. Leicht und gut lesbare Krimiunterhaltung für schöne Lesestunden im Sommer auf der Terrasse, im Urlaub oder vielleicht auch im Schwimmband.

Weitere Titel der Autorin: Tod im Kollegium, Tod im Kloster-Internat, Tod im Golddorf, Pilgerfahrt in den Tod, Tödliche Familien

(Audick)

Lesetipp für den Sommer (1)

Andreas Gruber: Todesmal

Thriller

Maarten S. Sneijder hat gerade seinen Job beim BKA gekündigt. Kurz danach taucht dort eine Nonne auf und gesteht in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Sie beharrt darauf, dass sie nur mit Maarten S. Sneijder darüber sprechen will. Kurzerhand muss Sabine Nemez den Fall übernehmen. Doch die Nonne weigert sich mit ihr zu sprechen. Als der erste Mord geschieht ist Sneijders Interesse an dem Fall geweckt. Maarten S. Sneijder stellt sich ein Team aus den besten Leuten zusammen – jedoch läuft ihnen die Zeit davon, denn schon bald wird die nächste Person sterben, wenn sie es nicht verhindern. Doch wer ist die Person und warum soll sie sterben?

Andreas Gruber hat mit dem eigenwillige Maarten S. Sneijder einen besonderen Ermittler geschaffen, der einfach macht, was und wie es ihm passt. Der Kontrast zu Sabine Nemez könnte kaum größer sein, doch zusammen sind sie fast unschlagbares Team.
Der Roman umfasst zwar 590 Seiten, doch jede Seite ist es wert gelesen zu werden, denn es wird nie langweilig.
Dies ist der 5. Fall für Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Das Buch kann unabhängig von seinen Vorgängern gelesen werden.

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juni (2)

Christine Brand: Die Patientin

Krimi

Silas‘ Mutter liegt seit seiner Geburt vor vier Jahren im Koma. Gemeinsam mit seinem Patenonkel Nathaniel besucht der kleine Silas sie einmal im Monat. Doch diesmal ist irgendwas anders. Silas behauptet, die Frau im Krankenbett wäre nicht seine Mutter. Da Nathaniel blind ist erkundigt er sich beim Pflegepersonal und erhält eine schockierende Nachricht: Silas‘ Mutter ist gestorben. Doch niemand weiß, wo die Leiche ist – es gibt weder Grab noch Totenschein.
Gleichzeitig ist die Journalistin Milla Nova einem merkwürdigen Fall auf der Spur: Mehrere Komapatienten, die scheinbar nicht vermisst werden, sind in der Schweiz ebenfalls verschollen.

Nach „Blind“, ihrem erfolgreichen ersten Band der Reihe um Milla Nova und Nathaniel Brenner, legt die Schweizerin Christine Brand nun wieder einen hervorragenden Krimi nach.

Die Welt von Nathaniel Brenner erweist sich als lehrreich und spannend. Denn was wir sehende Menschen für selbstverständlich nehmen, ist für blinde Menschen teilweise eine echte Herausforderung ist. Die Journalistin Milla Nova ist chaotisch und eigensinnig und gibt alles für eine gute Story, auch wenn sie manchmal über das Ziel hinausschießt.

Es ist nicht erforderlich den ersten Band zu lesen, um diese Geschichte zu verstehen. Doch auch „Blind“ ist absolut empfehlenswert.

(Schnieder)