Buchempfehlung im August (2)

Juliane Käppler: Die Schwangerschaft des Max Leif

Familie

käpplerKein Auge bleibt trocken, wenn der Ich-Erzähler Max Leif von seinen Problemen in der Kindertagesstätte Kling-Klang berichtet, die er mit seiner Lebensgefährten Maja gegründet hat. Dann ist Maja auch noch mit Zwillingen schwanger und Max, Anfang 40, befürchtet das Schlimmste. Die Verantwortung für das Leben seiner ungeborenen Zwillinge verleiht ihm aber dann doch Flügel. Todesmutig nimmt er es mit der tunesischen Polizei auf, verhindert keimtechnisch riskante Zuneigungsbeweise von Hund Hannibal, fühlt den Ärzten auf den Zahn, hält Majas “Schwangerschafts-Alzheimer“ in Schach und mutiert zum Baby-Spezialisten. Besonders sind die Dialoge zwischen dem werdenden Vater und seiner russischen Haushaltshilfe, die ihn immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Sympathisch, komisch, liebevoll-rührend und gut geschrieben ein Buch voller amüsanter Überraschung.

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Juliane Käppler hat ihren ersten Roman „ Die sieben Tode des Max Leif – ein Hypochonder-Roman 2011 veröffentlicht.

(Audick)

 

Buchempfehlung im August (1)

M. J. Arlidge: D.I. Grace – Einer lebt, einer stirbt

Thriller

arlidgeDas Letzte, woran Amy und Sam sich erinnern, ist das Konzert in London. Strömender Regen, eine Mitfahrgelegenheit nach Southampton, heißer Kaffee. Dann das Erwachen: Sie sind gefangen in einem alten Schwimmbad, auf dem Boden liegt eine Pistole. Die Botschaft ihres Peinigers: Entweder sterben beide langsam und qualvoll. Oder einer tötet den anderen und ist frei.

Damit beginnt eine Mordserie, die Detective Inspector Helen Grace und ihr Team an die Grenzen bringt. Das Muster wird schnell deutlich: ein einsamer Ort, zwei Menschen und eine Entscheidung, an deren Ende Tod oder die Schuld des Überlebenden steht. Doch nichts scheint die Opfer miteinander zu verbinden. Helen sucht verzweifelt nach einem Motiv – und gelangt zu einer verstörenden Erkenntnis.

(Schnieder)

 

Buchempfehlung im Juli (3)

Thomas Montasser: Das Glück der kleinen Augenblicke

 

AugenblickeThiele Verlag, 2017

Die Lektorin Marietta Piccine findet zufällig auf den Stufen der London Library ein herrenloses Manuskript, dessen Lektüre ihr den Atem nimmt. Es ist die Geschichte von Paul Swift, der das Pech hat, alles Unglück dieser Welt auf sich zu ziehen, aber egal, was ihm Schlimmes widerfährt, er sieht darin immer etwas Gutes. Marietta macht sich auf die Suche nach Mr. Swift, findet ihn und erlebt eine Überraschung. Eine poetische Geschichte über einen Menschen, der stets das Glück der kleinen Augenblicke findet.

(Audick)

Buchempfehlung im Juli (2)

Chris Carter: I am death – Der Totmacher

Thriller

carterEine junge Frau wird tot vor dem Los Angeles International Airport aufgefunden, brutal zugerichtet und wie ein Pentagramm in Menschenform hindrapiert. In ihrer Kehle steckt ein Zettel mit einer in Blut verfassten Nachricht: “Ich bin der Tod.”
Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia nehmen die Ermittlungen auf. Die Zeit läuft ihnen davon, denn kurz darauf wird eine weitere junge Frau ermordet. Der Modus Operandi ist ein anderer, aber die Handschrift des Täters ist eindeutig – er hinterlässt Botschaften, die an Hunter persönlich gerichtet sind. Hunter wird klar, dass er ein Monster jagt. Er glaubt, den Mörder zu kennen. Doch was, wenn er den Falschen verdächtigt? Und die Wirklichkeit noch viel schlimmer ist?

 

Buchempfehlung im Juli (1)

Claire Fuller: Eine englische Ehe

Familie

Piper 2017

Englische EheIngrid hat für Ihren Mann Gil Coleman, den Literaturprofessor und Schriftsteller, alles aufgegeben. Vor 12 Jahren verschwand sie. Sie konfrontiert ihren Mann mit ihren Gedanken und Sehnsüchten in Briefen, die sie in seiner Bibliothek versteckt. Als Gil Coleman schwer verunglückt, beginnt seine Tochter Flora die Suche nach ihrer Mutter, ohne zu ahnen, daß sie nur die Bücher ihres Vaters aufschlagen müsste, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Der Roman erzählt in die Geschichte von Mutter und Tochter in zwei Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten. Eine ausgewöhnliche Familiengeschichte und ein schönes Stück Literatur.

(Audick)

Buchempfehlung im Juni (3)

Ursula Poznanski & Arno Strobel: Anonym

Thriller

Anonym

Es ist der erste gemeinsame Fall des Hamburger Kommissars Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Forums “Morituri”, das im Darknet liegt, dem schwer zugänglichen Teil des Internets. Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Forum liegt im Darknet, dem anonymen Teil des Internets, in dem die Nutzer kommen und gehen wie Schatten, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Tod hingegen ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben …

(Schnieder)

 

Buchempfehlung im Juni (2)

Sophie Jordan: Infernale

Science Fiction

Band 1Infernale

Als Davy positiv auf das Mördergen HTS getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?

 

Sophie Jordan: Infernale -Rhapsodie in Schwarz

Band 2 (Abschlussband)

InfernaleSeit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los …

(Schnieder)

Buchempfehlung im Juni (1)

Isabel Bogdan: Der Pfau

Heiteres

Isabel Bogdan, preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur, erzählt in ihrem ersten Roman pointenreich und überraschend von einem Wochenende, das ganz anders verläuft,Pfau als geplant. Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung mitsamt einer Psychologin und einer Köchin wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern. Durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau werden sie aber aus dem Konzept gebracht. Die pragmatische Problemlösung durch Lord McIntosh setzt ein urkomisches Geschehen in Gang, das die Beteiligten an ihre Grenzen führt und sie einander näherbringt. Ein überraschender Wintereinbruch, eine Grippe und ein Kurzschluss tun ihr Übriges.

Isabel Bogdan verbindet diese turbulente Handlung auf grandiose Weise mit liebevoller Figurenzeichnung. Eine großartige Mischung aus Unterhaltung und anspruchsvoller Literatur, mit britischem Humor „made in Germany“ erzählt.

(R. Pohlmann)

Buchempfehlung im Mai (3)

Die Tuchvilla von Anne Jacobs

Historisches

Band 1: 2014

tuchvillaEin Herrenhaus. Eine mächtige Familie. Ein dunkles Geheimnis … Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Geschehen fern.

 

 

Die Töchter der Tuchvilla

Band 2: 2015tuchvilla2

Augsburg, 1916. Die Tuchvilla, der Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer, ist in ein Lazarett verwandelt worden. Die Töchter des Hauses pflegen gemeinsam mit dem Personal die Verwundeten, während Marie, Paul Melzers junge Frau, die Leitung der Tuchfabrik übernommen hat. Da erreichen sie traurige Nachrichten: Ihr Schwager ist an der Front gefallen, ihr Ehemann in Kriegsgefangenschaft geraten. Marie kämpft darum, das Erbe der Familie zu erhalten.

 

Das Erbe der Tuchvilla

Band 3: 2016

tuchvillaDas Schicksal der Familie Melzer in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder ins Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen.

 

Mit der „Tuchvilla-Trilogie“ beschreibt die Autorin ein Familienschicksal vor dem spannenden Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte (1913-1920). Auf der einen Seite die Dienerschaft , auf den anderen Seite die Herrschaften. Es gibt Intrigen, Affären, Irrungen , Wirrungen und große Familiengeheimnisse.

 

(Audick)

Buchempfehlung im Mai (2)

Martin Suter: Elefant

Diogenes 2017, 351 S.

 

Wieder einmal greift Martin Suter aktuelle, gesellschaftliche Themen (Genmanipulation, Leben von Obdachlosen, Umgang mit Tieren) auf und verpackt sie versiert und unterhaltsam in einen fesselnden Roman.

ElefantDer Obdachlose Schoch traut seinen Augen nicht, als er in seiner Höhle am Fluss einen rosarot leuchtenden Mini-Elefanten sieht. Das Wesen lebt und fordert Futter und Zuwendung. Das Tier ist das Resultat eines misslungenen Gen-Versuches. Der verantwortliche Forscher sucht sein Forschungsobjekt verzweifelt, denn er möchte Proben des Genmaterials für weitere Versuche sicherstellen. Doch Schoch vertraut sich einer Tierärztin an und gemeinsam tauchen sie mit dem Elefanten unter.

(Audick)